Namibia mit Kindern im Dachzelt: Unser unvergesslicher Camping-Roadtrip durch Wüste und Wildnis - Teil III
Reisebericht
Auch im dritten Teil unseres Namibia-Reiseberichts geht die Reise weiter durch beeindruckende Landschaften, endlose Weite und unvergessliche Naturmomente. Wir nehmen euch mit zu neuen Etappen, besonderen Begegnungen und Campingabenteuern, die zeigen, warum Namibia lange nachwirkt.
Inhaltsverzeichnis
- Teil I und II des Reiseberichts
- Auf diese Stationen kannst du dich im dritten Teil der Namibia-Rundreise freuen
- Im Etosha-Nationalpark: Namibias bedeutendstes Schutzgebiet
- Game Drive – Safari in Namibia
- Von Wasserloch zu Wasserloch
- Früh morgens hat man die besten Chancen
- Im alten Camp Namutoni
- Löwen im Gebüsch
- Auf Löwenjagd im Etosha-Nationalpark
- Krokodilfarm in Otjiwarongo
- Ein letzter Game-Drive auf der Omatozu-Farm
- Namibia hat sich in unser Herz geschlichen
Teil I und II des Reiseberichts
Hier findest du den ersten Teil des Namibia-Reiseberichts.Hier findest du den zweiten Teil des Namibia-Reiseberichts.
Auf diese Stationen kannst du dich im dritten Teil der Namibia-Rundreise freuen

Im Etosha-Nationalpark: Namibias bedeutendstes Schutzgebiet
Glücklich und zufrieden stiegen wir in unseren Hilux und fuhren in Richtung Etosha-Nationalpark. Bevor wir allerdings weitere drei Tage auf Safari verbringen konnten, mussten wir unseren Tank füllen und in einem Supermarkt unsere Vorräte aufstocken. Die Tankstellen im Park haben nur unzuverlässig Sprit, die Läden bei den Campingplätzen sind nicht so gut bestückt und die Restaurants eher schlecht bewertet.![]()
Wir erreichten das Gate des Etosha-Nationalparks am späten Nachmittag. Nach einer kurzen Kontrolle durften wir in den Park fahren. Gleich zu Beginn sahen wir eine Giraffe und Zebras. Wir fuhren zum Okaukuejo-Campingplatz, wo wir zunächst einchecken und dann die Gebühr für den Nationalpark zahlen mussten. Beides dauerte eine ganze Weile. Bis wir auf unseren Platz fahren konnten, war es schon Abend. Wir besuchten noch das bekannte Wasserloch Okaukuejo (Tipp: Hier gibt es auf YouTube eine Webcam, auf der man schauen kann, ob gerade Tiere da sind), hatten aber kein Glück. Da wir gerade zum Ende der Regenzeit dort waren, sind die Tiere nicht so sehr auf Wasserlöcher angewiesen und besuchen diese seltener. Dafür sahen wir auf dem Platz viele Zebramangusten und hörten am Abend am Lagerfeuer die Löwen brüllen. Der Campingplatz war in dieser Nacht (Ostern!) übrigens ausgebucht, eine Reservierung war zwingend erforderlich!![]()
Game Drive – Safari in Namibia
Am Morgen standen wir wieder sehr früh auf. Wie auch schon beim Sesriem-Campingplatz ist der große Vorteil einer Übernachtung im Nationalpark, dass man schon vor der Gate-Öffnung loskann und sich nicht in die Kontrollschlangen am Einlass einreihen muss. Dafür nimmt man einen schlechteren und teureren Platz in Kauf. Natürlich mussten wir das ausnutzen und rollten bereits zu Sonnenaufgang zu unserem ersten „Game-Drive“ vom Platz. Gleich zu Beginn entdeckten wir Springböcke, Zebras und Vogelstrauße. Dafür waren die Wasserlöcher, die wir anfuhren, unbesucht. Wir sahen eine Weile kaum noch Tiere und beschlossen, dass es Zeit für eine Mittagspause war. Wir fuhren zum Camp Halali und entdeckten kurz vorher Erdhörnchen (Kap-Erdhörnchen) auf der Straße, die sich mit ihrem Schwanz Schatten spendeten. Kurz darauf sahen wir Schwarznasen-Impalas.
Von Wasserloch zu Wasserloch
Unsere nächste Übernachtung hatten wir ohnehin im Camp Halali geplant, und wir durften uns auch mittags schon einen Platz aussuchen und die Einrichtungen nutzen. Wir machten eine ausgedehnte Mittagspause und holten etwas Schlaf nach. Gerade um die heiße Mittagszeit sind die Tiere nicht so aktiv und Sichtungen noch schwieriger. Am Nachmittag drehten wir noch eine weitere Safari-Runde mit unserem Auto. Allzu viele Tiere fanden wir nicht, denn zur Regenzeit ist auch das Gras recht hoch und die Tiere sind schlechter zu entdecken. Aber immerhin sahen wir einen Gelbschnabeltoko. Der Vogel wird aufgrund seines gelben Schnabels auch „fliegende Banane“ genannt – und Zazu aus König der Löwen ist ein Gelbschnabeltoko. Wir fanden eine große Herde Gnus und Oryx-Antilopen am Rande der Salzpfanne. Am Abend sind wir zum Sonnenuntergang noch ans Halali-Wasserloch, hatten dort aber kein Glück.![]()
Als die Kinder im Bett waren, bin ich allein noch mal zum Wasserloch des Campingplatzes gelaufen. Schon beim Herlaufen hörte ich, wie sich neben mir jemand durchs Gebüsch knusperte. Am Wasserloch angekommen, lief gerade ein Nashorn herbei, um zu trinken. Kurz darauf erschien auch noch ein Elefant. Ich sah lange fasziniert zu, während zu meinen Füßen eine große Eidechse eine noch größere Heuschrecke fraß. Was für ein Abend! Schade, dass die Kinder nicht mit dabei waren.![]()
Früh morgens hat man die besten Chancen
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Auch am nächsten Morgen starteten wir früh, pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir auf der Straße. Wir sahen wieder viele Huftiere: ein paar Impalas, viele Gnus, einige Kuhantilopen. Wir frühstückten auf einem Rastplatz, die eher einem Gefängnis gleichen. Im Etosha-Nationalpark ist es unter keinen Umständen erlaubt, das Fahrzeug zu verlassen. Man darf ausschließlich auf den eingezäunten Raststätten aussteigen. Kurz vor unserer Mittagspause hatten wir am Wasserloch Chudop Glück. Dort spielte eine riesige Herde Zebras und einige Springböcke im Wasser. Wir beobachteten die Tiere eine ganze Weile. Beim Wegfahren begegneten wir einer Giraffe.![]()
Im alten Camp Namutoni
Wir fuhren für die Mittagspause wieder zu unserem nächsten Campingplatz, dem Namutoni Camp. Dort aßen wir im Restaurant und sprangen in den Pool. Im Camp Namutoni steht zudem eine alte Festung, die 1897 erbaut wurde. Lange Zeit wurde die Festung dem Verfall überlassen, erst in den letzten Jahren wurde etwas renoviert. Wir konnten auf den Turm steigen und hatten von dort eine weite Sicht über die Landschaft und entdeckten in der Ferne auch einige Tiere.![]()
Am Nachmittag starteten wir eine neue Runde Safari und entdeckten gleich zu Beginn Gnus und Marabus, die beide zu den Ugly Five gehören. Marabus sind Aasfresser und haben am Kopf keine Federn, damit diese nicht mit Blut verkleben. Eine Schildkröte querte unseren Weg und wir sahen viele Zebras, auch mit einem kleineren Fohlen. An einem Wasserloch sahen wir mehrere Kudus. Wir folgten einem Safari-Fahrzeug, was sich als Glücksfall erwies: Am Wasserloch standen zwei riesige Elefanten, die dort tranken und sich mit Wasser bespritzten. Auch eine Herde Zebras gesellte sich dazu.
Löwen im Gebüsch
Am Abend fuhren wir zu einem letzten Wasserloch. Auf dem Weg sahen wir ein kleines Dikdik, welches das kleinste Huftier ist. Als wir am Wasserloch ankamen, merkten wir schon, dass etwas komisch war. Drei Giraffen standen beisammen, bewegten sich kaum und starrten in dieselbe Richtung. Ein Fahrer aus einem anderen Fahrzeug rief uns zu, dass sich Löwen im Gebüsch befänden und deshalb alle Tiere sehr angespannt seien. Wir konnten die Raubtiere leider nicht sehen, da sie sich unter das Gebüsch gelegt hatten. Die Giraffen trauten sich nicht mehr ans Wasserloch, dafür kam aber ein Nashorn zum Trinken vorbei. Kurz bevor wir zum Campingplatz zurückfahren mussten – da die Tore nach Sonnenuntergang schließen und das Fahren im Park nicht mehr erlaubt ist –, sahen wir zwei Hyänen unter einem Baum.
Auf Löwenjagd im Etosha-Nationalpark
Dass wir die Löwen nicht gesehen hatten, ärgerte uns ein wenig, und so versuchten wir am nächsten Tag, welche zu finden. Wir fuhren den Fisher’s Pan Drive entlang, dort hat man besonders gute Chancen auf Raubtiere. Wir sahen immerhin einen Schakal, der mit seiner Beute spielte, aber keine Löwen. Wir waren schon etwas enttäuscht. Als wir jedoch zum Tsumcor-Wasserloch fuhren, sahen wir schon von Weitem einige Autos stehen. Und da waren sie tatsächlich – eine ganze Löwenfamilie! Die Löwin und ihr Löwe verschwanden recht bald im Gebüsch, nur die beiden jüngeren blieben am Wasserloch. Die meisten Autos verließen das Wasserloch, wir blieben. Und das hat sich gelohnt: Nachdem alle weg waren, fingen die beiden jungen Löwen an, miteinander zu spielen und zu kämpfen – keine vier Meter von uns entfernt! Wir konnten unser Glück kaum glauben und schauten fasziniert zu. Nach etwa 20 Minuten verschwanden sie im Gebüsch und wir zogen auch weiter.
Wir drehten noch eine kleine Runde und dann war es für uns auch schon Zeit, den Etosha-Nationalpark wieder zu verlassen. Wir waren sehr zufrieden mit unseren Sichtungen, aber von Safari bekommt man nie genug. Deshalb buchten wir noch eine Nacht außerhalb des Parks in zum Campingresort Onguma Game Reserve, um dort nicht nur den Luxus eines guten Campingplatzes zu genießen, sondern am Abend noch mal auf geführte Safari zu gehen. Wir entspannten uns den Mittag über im Pool und entdeckten am Abend noch mal einen Elefanten, einen Löwen, einen Schakal, eine Giraffe, eine Babyschildkröte und mehrere Huftiere. Abschließend ließen wir uns bei einem hervorragenden Abendessen im Restaurant mit Blick aufs Wasserloch verwöhnen.
Krokodilfarm in Otjiwarongo
Leider war das Ende unserer Reise in Sicht. Wir hatten noch einiges an Weg bis Windhoek vor uns und mussten an unserem letzten Tag viel fahren. Die Straßen waren geteert und wir kamen gut voran. Wir aßen zu Mittag bei der Burgerkette Wimpy und für eine kurze Pause hielten wir bei einer Krokodilfarm in Otjiwarongo. Wir bekamen eine kurze Führung und durften gleich zu Beginn sogar ein echtes Krokodilbaby in den Händen halten.![]()
Seit die Krokodilfarm eröffnet hat und es eine legale Möglichkeit gibt, an Krokodilfleisch und -Leder zu kommen, ist die Wilderei sehr stark zurückgegangen. Krokodile können etwa 90 Jahre alt werden und hören nie auf zu wachsen. Sie haben eine extrem starke Magensäure und können nahezu alles verdauen. Im Wasser sind sie sehr agil und schnell, an Land kommen sie nur kurze Strecken schnell voran. Wir waren ganz begeistert von den vielen Informationen, die wir in so kurzer Zeit erhielten, auch wenn wir die Tiere natürlich lieber in freier Wildbahn gesehen hätten.![]()
Ein letzter Game-Drive auf der Omatozu-Farm
Nach der gelungenen kurzen Pause fuhren wir weiter bis zu unserem Campingplatz auf der Omatozu-Farm. Wir wurden von einer Oryx-Antilope begrüßt und entschieden uns dazu, die kleine Selbstfahrer-Safarirunde zu machen. Wir fuhren allein durch eine schöne Landschaft und sahen noch ein letztes Mal viele verschiedene Tiere: Oryx-Antilopen, Warzenschweine, Zebras, Giraffen, Ellipsen-Wasserböcke, Pferdeantilopen und viele mehr. Im Gegensatz zum Etosha-Nationalpark sind die Tiere hier nicht an Autos gewöhnt und rennen recht schnell weg, aber wir fanden die Runde trotzdem super!![]()
Anschließend bauten wir unsere Zelte auf dem wunderschönen Platz auf. Die Farm hat nur fünf Stellplätze. Alle sind riesig, haben eine schöne Feuerstelle und ein kleines Sanitärgebäude. Da es unser letzter Abend war, aßen wir im Restaurant. Wir waren die einzigen Gäste und wurden hervorragend bekocht! Den Rest des Abends verbrachten wir unter einem traumhaften Sternenhimmel am Lagerfeuer. In der Nacht sprangen sogar Warzenschweine um unser Auto herum.![]()
Am Morgen standen wir ein letztes Mal zum Sonnenaufgang auf. Wir fuhren nach Windhoek und kauften noch ein paar letzte Souvenirs im Namibia Craft Center. Dort gibt es viele schöne Handarbeitsstücke und man kann in aller Ruhe stöbern. Dann mussten wir unser Auto abgeben und wurden zum Flughafen gefahren. Wir flogen wieder über Addis Abeba und kamen ohne Zwischenfälle wie geplant wieder zu Hause an.![]()
Namibia hat sich in unser Herz geschlichen
Seit unserer Reise nach Namibia hat uns das Afrika-Fieber gepackt. Wir hatten eine wundervolle Reise, alles hat einwandfrei geklappt. Wir haben die Zeit genossen und vermissen die Weite und Einsamkeit der Natur, das Schlafen im Dachzelt und die Game-Drives. Wir hätten nicht gedacht, dass uns das Land so mitreisst, und planen insgeheim schon unsere nächste Reise ins südliche Afrika!
Hat dich der Reisebericht genau so gefesselt wie uns, zeigen wir dir hier, wie wir eine Suppenküche in Afrika unterstützen.

























