Rangierantrieb mit App

Die App von Easydriver lässt den gleichnamigen Rangierantrieb fernsteuern.
Die App von Easydriver lässt den gleichnamigen Rangierantrieb fernsteuern. © Hersteller

Wie funktioniert’s? Easydriver und Enduro statten ihre Rangierhilfen standardmäßig mit einer Funkfernbedienung aus. Optional lassen sich die Rangierantriebe dieser beiden Hersteller aber auch per App steuern. Damit Smartphone und Rangierantrieb via Bluetooth kommunizieren können, musst du bei fast allen Rangierantrieben einen Adapter (bei Easydriver Zusatzplatine genannt) nachrüsten – die Rangierhilfe Easydriver Infinity besitzt den Funkadapter bereits werksseitig. Der nachrüstbare Adapter ermöglicht die Appsteuerung grundsätzlich mit jeder Easydriver oder Enduro-Rangierhilfe ab Modelljahr 2016.

Was bringt‘s? Die App macht die Funkfernbedienung überflüssig. Also ein Teil weniger, das verloren gehen kann. Die App von Easydriver lässt sich außerdem mit dem Reifendruck-Kontrollsystem Easydriver Safetyre verbinden. Somit wird das Smartphone während der Fahrt zum Kontrollmonitor für den Reifendruck.

Video: So steuerst du die Rangierhilfe von Easydriver per App.


Füllstandsanzeige mit App

Brunner W8 Gascontrol (o.l.), GOK Senso4S (o.r.) und Truma Levelcontrol (unten)
Brunner W8 Gascontrol (o.l.), GOK Senso4S (o.r.) und Truma Levelcontrol (unten) © Hersteller

Wie funktioniert’s? Füllstandsmesser in Form von Gaswaagen oder Ultraschallmessgeräten geben dir Auskunft über die verbleibende Gasmenge in der Gasflasche. Füllstandsanzeigen mit Appsteuerung gibt es von Brunner, GOK und Truma. Die Geräte von Brunner und Gok funktionieren nach dem Prinzip einer Waage: du stellst die Flasche auf den Füllstandsmesser, dieser ermittelt das Gewicht und sendet das Ergebnis (bereinigt um das Eigengewicht der Gasflasche) an die zugehörige App. Der Truma Levelcontrol wird am Flaschenboden befestigt und ermittelt die Gasmenge per Ultraschall. Dabei werden Ultraschallwellen ausgesendet, die am Übergang zwischen Flüssiggas und Luft reflektieren. Optional lässt sich Trumas Levelcontrol auch in das iNet-System einbinden und gemeinsam mit Heizung, Klimaanlage und weiteren Geräten über eine App und aus größeren Entfernungen auch per SMS steuern.

Was bringt’s? Erleichterung in vielerlei Hinsicht. Mit einem App-gebundenen Füllstandsmesser hast du den Inhalt deiner Gasflaschen immer im Blick. Neigt sich der Gasvorrat dem Ende zu, benachrichtigt dich die App rechtzeitig. Zwar gibt es auch Gaswaagen, die den Füllstand auf einem fest im Wohnraum angebrachten Display anzeigen. Deren Montage ist jedoch mit aufwändiger Kabelverlegung verbunden. Und die analogen Messmethoden, bei denen du den Füllstand direkt an der Flasche ermitteln musst, sind alles andere als bequem.

Video: So funktioniert der Füllstandsmesser Truma Levelcontrol.


Sat-Anlage mit App

Sat-Anlage Berger Fixed
Sat-Anlage Berger Fixed © Fritz Berger

Wie funktioniert’s? Vollautomatische Satanlagen richten sich automatisch auf den gewünschten Satelliten aus. Anschließend werden die von der Antenne empfangenen Signale an einen Receiver oder direkt an ein TV-Gerät mit integriertem DVB-S-Receiver übertragen.

Was bringt’s? Der Funktionsumfang der erhältlichen Apps fällt sehr unterschiedlich aus. Häufig dient die App als Alternative zur herkömmlichen Fernbedienung. Darüber hinaus lässt sich das Smartphone auch für Updates der Satellitenanlage nutzen. Statt die neue Software umständlich über einen USB-Stick an das Steuergerät zu übertragen, lässt sich die Datei einfach per Smartphone und Bluetooth aufspielen. Die wohl raffinierteste Nutzung einer App, ist die Übertragung der Fernsehsignale auf das mobile Endgerät. Somit kannst du auch im Vorzelt oder unter der Markise über ein Tablet fernsehen. Falls gewünscht, löst die App das TV-Gerät vollständig ab. Das kann besonders in kompakten Campingbussen hilfreich sein, wenn für einen Fernseher schlichtweg kein Platz ist. 

WLAN-Stick Kathrein UFZ132
WLAN-Stick Kathrein UFZ132 © Kathrein

Der WLAN-Stick Kathrein UFZ132 überträgt TV- und Radiosignale von der Satellitenantenne auf ein mobiles Endgerät. Ein herkömmlicher Fernseher ist somit nicht mehr nötig.


GPS-Ortung mit App

GPS-Tracker Prothelis Meintal
GPS-Tracker Prothelis Meintal © Hersteller

Wie funktioniert’s? Trotz Sicherheitsschlössern und Wegfahrsperre kann ein Wohnmobil oder Wohnwagen gestohlen werden. In diesem Fall ist ein GPS-Tracker oft die letzte Rettung. Versteckt im Campingfahrzeug ist der kleine Sender über eine Sim-Karte mit dem Internet verbunden. Mit Hilfe einer Smartphone-App (und je nach Modell auch über einen webbasierten Dienst), lässt sich der Standort des GPS-Geräts – und somit der Aufenthaltsort des Campingfahrzeuges - abrufen.

Was bringt’s? Im besten Fall das gestohlene Schätzchen zurück. Dank Echtzeitübertragung lässt sich das Campingfahrzeug selbst während der Flucht verfolgen. Schwierig wird es dann, wenn die Diebe den GPS-Sender entdecken oder das Fahrzeug in einer Tiefgarage parken. Dort herrscht meistens ein Funkloch.


Kühlbox mit App

Truma Kühlbox C44
Truma Kühlbox C44 © Hersteller

Wie funktioniert’s? Die aktuellen Kompressorkühlboxen von Dometic und Truma lassen sich optional auch per App steuern. Der als Schnittstelle benötigte Bluetoothadapter ist bei den entsprechenden Kühlboxen integriert. Dometic stattet seine Kompressorkühlboxen der CFX-Serie zusätzlich mit einem WLAN-Adapter aus.

Was bringt’s? Ständige Überwachung und bequeme Regelung der Temperatur. Ein Vorteil der App sind die großen und übersichtlichen Bedienelemente im Vergleich zu dem am Gehäuse angebrachten Bedienpanel. Außerdem weist dich die App auf Fehlfunktionen an der Kühlbox hin. Ist beispielsweise der Deckel nicht vollständig geschlossen, sendet dir die App eine Mitteilung.

Video: die smarte Kühlbox Dometic CFX3.


Fazit: Technik, die begeistern kann

Das Smartphone mit dem Campingzubehör zu verbinden kann nützlich sein, muss es aber nicht. Richtigen Mehrwert bietet die Vernetzung, wenn eine App zusätzliche Funktionen ermöglicht. Dabei kann die Anwendung auf die Internetverbindung des Smartphones oder den in vielen Geräten integrierten Bewegungssensor zugreifen. Eine App, das lediglich als Fernbedienung herhält oder statische Informationen abruft, ist im 21. Jahrhundert kein aufsehenerregendes Feature mehr.