5 Gründe für das SUP im Campingurlaub

Stand-up-Paddling (SUP) wird immer populärer. Und das aus gutem Grund, denn das aufrechte Paddeln hat mehrere positive Auswirkungen.

  1. SUP ist gesund: Während des Paddelns trainierst du Gleichgewicht und Ausdauer. Zudem kräftigt das Fahren mit dem SUP die Schulter-, Rücken- und Rumpfmuskulatur.
  2. SUP ist ein Sport für die ganze Familie: Sowohl Kinder als auch Senioren lernen den Umgang mit dem Board schnell. Auf einem entsprechend großen Brett können auch mehrere Personen über das Wasser gleiten.
  3. SUP eröffnet neue Perspektiven: Durch die erhöhte Position nimmst du deine Umgebung anders wahr, als während der Fahrt mit einem Boot oder Kanu.
  4. SUP ist immer dabei: Die gesamte Ausrüstung des aufblasbaren Boards passt in einen Rucksack und lässt sich problemlos im Kofferraum oder Staufach transportieren.
  5. SUP macht einfach Spaß.

Finde das richtige SUP-Board

Längere SUP-Boards, wie das 3,3 Meter lange Camptime Polaris 11, bieten Platz für die ganze Familie.
Längere SUP-Boards, wie das 3,3 Meter lange Camptime Polaris 11, bieten Platz für die ganze Familie. © Fritz Berger

Spezielle Boards haben beim Stand-up-Paddling ihre Berechtigung. Denn herkömmliche Surfbretter sind für diesen Sport zu schmal, weshalb sie zu wackelig auf dem Wasser liegen.

SUP-Boards gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Viele Hersteller bewerben ihre Boards vor allem mit Angaben zur Verarbeitung und dem Aufbau der Luftkammern. Damit das Board zu dir und deinem Können passt, sind jedoch die Maße das wirklich entscheidende Kriterium.

An vielen Seen kannst du SUP-Boards inzwischen auch mieten. Dabei kannst du den Sport erst einmal unverbindlich ausprobieren und auch unterschiedliche Boards testen.


Unterschiedliche Längen für verschiedene Einsatzbereiche

© Fritz Berger

Anhand ihrer Länge lassen sich SUP-Boards in drei Kategorien einteilen.

  1. Kurze Boards bis maximal 2,75 Meter sind besonders wendig und eignen sich insbesondere zum Wellenreiten.
  2. Mittellange Boards zwischen 2,75 und 3,5 Meter bieten ein ausgewogenes Verhältnis von Wendigkeit, Stabilität und Geschwindigkeit. Diese Boards sind daher für Einsteiger ideal.
  3. Lange Boards ab 3,5 Meter sind besonders schnell. Diese Boards werden auch Race-SUP-Boards oder Touring-Boards genannt. Da diese Bretter jedoch im Verhältnis zu ihrer großen Länge verhältnismäßig schmal gebaut sind, liegen sie weniger stabil auf dem Wasser.

So wirkt sich die Breite auf das SUP-Board aus

Auf breiten Boards stehst du stabiler.
Auf breiten Boards stehst du stabiler. © Hersteller

Hinsichtlich der Breite gibt es eine klare Regel: umso breiter das Board, desto sicherer liegt es auf dem Wasser. Schmale Bretter neigen also eher zum Kippeln und erfordern mehr Balance mit dem Gleichgewicht. Als Einsteiger solltest du zu einem SUP-Board mit mindestens 78 Zentimetern Breite greifen.


Die optimale Dicke

Wird dir ein älteres gebrauchtes SUP-Board mit 10 Zentimetern Dicke angeboten, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Brett vom Beginn der 2010er-Jahre. Zu dieser Zeit kamen die ersten aufblasbaren SUPs auf. Nach wenigen Jahren stellte sich jedoch heraus, dass die 10 Zentimeter hohen Boards zu instabil waren. Inzwischen ist eine Dicke von 15 Zentimetern Standard bei den aufblasbaren SUPs.


Aufblasbares SUP-Board vs. festes Brett

Aufgrund ihrer kompakten Transportmaße eignen sich aufblasbare Boards besonders gut für den Campingurlaub. Brett und Zubehör lassen sich in einem Rucksack verstauen. Die aufblasbaren Bretter werden auch häufig als inflatable SUPs (englisch für aufblasbar) bezeichnet. Gefertigt sind die Boards aus PVC oder Polyurethan. Der dicke Mantel ist äußerst robust und reißfest.

Marktbeobachter beziffern den Anteil der aufblasbaren Bretter je nach Schätzung auf 95 bis 99 Prozent unter den SUPs. Dieser hohe Anteil lässt sich nicht nur auf die praktikableren Transportmaße zurückführen, sondern auch auf den im Vergleich zu festen Boards niedrigeren Preis.

Die Fahreigenschaften der verschiedenen Konstruktionen weisen kaum Unterschiede auf. Wenn man den festen Brettern überhaupt einen Vorteil zuschreiben kann, dann kommt dieser höchstens bei Wettkämpfen im Profisport zum Tragen. Konzentriere dich bei der Auswahl also guten Gewissens auf die aufblasbaren Boards.

Geeignete SUPs für Einsteiger und Fortgeschrittene findest du hier im Shop.


Das sollte der Lieferumfang beinhalten

Ein Board kommt selten allein: Pumpe, Paddel und Co. gehören zum Lieferumfang.
Ein Board kommt selten allein: Pumpe, Paddel und Co. gehören zum Lieferumfang. © Fritz Berger

Damit du mit deinem neuen SUP-Board gleich aufs Wasser kannst, sollte der Lieferumfang folgende Teile umfassen:

  • Board
  • Finne
  • Paddel
  • Sicherheitsleine
  • Doppelhubpumpe mit Manometer
  • Transporttasche, idealerweise als Rucksack

Zudem liegt häufig ein Reparaturset bei. Damit kannst du dein Board im Urlaub selbst wieder flottmachen, falls es beschädigt werden sollte.


Nützliches Zubehör für SUP-Boards

Der faltbare Sitz passt auf alle Camptime Corvi und Polaris SUP-Boards. UVP: 24,99 Euro.
Der faltbare Sitz passt auf alle Camptime Corvi und Polaris SUP-Boards. UVP: 24,99 Euro. © Fritz Berger

Auf langen Touren kann das dauerhafte Stehen richtig anstrengend sein. Zum Glück lassen sich viele SUPs, darunter die Boards von Camptime, mit einem Sitz ausstatten. Der Stoffsitz bietet eine Rückenlehne und wird mit Karabinern an vier Haltepunkten auf dem Board fixiert. Somit kannst du den Sitz schnell anbringen oder entfernen.

Hier geht’s zum Camptime SUP-Sitz im Shop.

Mit der mitgelieferten Doppelhubpumpe kann das Aufpumpen mit der Zeit sehr anstrengend werden. Leichter bringst du die Luft mit einer elektrischen Pumpe in das Board. Günstige Modelle für rund 20 Euro eignen sich für ein SUP weniger. Denn diese Elektropumpen besitzen meist kein Manometer. Du weißt also nicht, wie viel Druck bereits im Board herrscht. Ist der Druck zu hoch, kann die Luftkammer platzen, bei zu geringem Druck ist das SUP instabil.

© Hersteller

Indiana HAT-790 Battery Pump Set

Mit dieser elektrischen Pumpe von Indiana bläst du dein SUP-Board überall auf. Denn zum Set gehört eine Lithiumbatterie, mit der du die 12-Volt-Pumpe autark betreiben kannst. Mit einer UVP von 249 Euro spielt die Indiana HAT-790 jedoch in der oberen Preisklasse elektrischer Luftpumpen.

 Hier geht’s zur Luftpumpe Indiana HAT-790 im Shop.

© Hersteller

Dometic Gale 12 Volt-Luftpumpe

Diese elektrische Luftpumpe lässt sich an einer 12-Volt-Stromquelle (z.B. im Auto) anschließen. Der gewünschte Druck lässt sich in der Einheit PSI einstellen. UVP: 83,75 Euro.

 Hier die elektrische Luftpumpe Dometic Gale günstig kaufen. 


Verhaltensregeln für die Fahrt mit dem SUP

Mit den wendigen SUP-Boards lassen sich Gewässerabschnitte befahren, die du mit einem Schlauchboot nicht erreichst. Daher ist besondere Rücksicht auf Pflanzen und Tiere geboten.
Mit den wendigen SUP-Boards lassen sich Gewässerabschnitte befahren, die du mit einem Schlauchboot nicht erreichst. Daher ist besondere Rücksicht auf Pflanzen und Tiere geboten. © Hersteller

Mit dem SUP dringst du unweigerlich in den Lebensraum verschiedener Tiere und Pflanzen ein. Daher solltest du dich rücksichtsvoll verhalten.

  • Halte Abstand von Seerosenfeldern und Schilfgürteln. Denn sie dienen als Unterschlupf für verschiedenste Lebewesen.
  • Fahre nicht in die Nähe brütender Wasservögel. Insbesondere Schwäne können richtig aggressiv werden, wenn sie eine Gefährdung für ihre Jungen wittern.
  • Ist ein Gewässerabschnitt mit Bojen oder Ketten abgesperrt (sog. Schutzzonen) darfst du die Begrenzung auch mit dem SUP nicht überfahren.

Video: die besten Tipps für Anfänger auf dem SUP


Fazit: Viel Spaß mit überschaubarem Materialeinsatz

Die Ausrüstung beim Stand up Paddling ist gar nicht so umfangreich. Als Einsteiger fährst du mit einem mittellangen Board zwischen 2,75 und 3,5 Meter Länge richtig. Wähle das Brett möglichst breit, wenn du dich darauf noch unsicher fühlst. Mit entsprechender Erfahrung kannst du später auf ein schmaleres SUP umsteigen. Eine elektrische Pumpe ist eine sinnvolle Ergänzung. Damit geht der Aufbau des SUPs schneller und er ist weniger kraftraubend.